Manchester City steht vor einem großen Umbruch, während sich die Giganten der La Liga einen stillen Kampf liefern.

Als Rodri die Vertragsverlängerung ablehnte, wurde die Mittelfeldkrise bei Manchester City schonungslos offengelegt. Um diese Lücke zu schließen, investierten die Citizens zunächst 135 Millionen Euro in den 23-jährigen englischen Mittelfeldspieler Anderson von Nottingham Forest und trieben anschließend die Verhandlungen um das 18-jährige marokkanische Ausnahmetalent Ayob Bouadi von Lille voran. Die Ablösesumme belief sich auf fast 100 Millionen Euro – die beiden Investitionen in Höhe von insgesamt fast 250 Millionen Euro wurden ausdrücklich als „Notfallplan für Rodris Abgang“ bezeichnet. Als Anderson im Presseraum das hellblaue Manchester City Trikotset überstreifte, zeichnete Marescas Trainingstafel bereits die Umrisse einer Doppelsechs ab: ein Spieler für Balleroberungen und Spielaufbau, der andere als Sprungbrett für zukünftiges Potenzial. Manchester City zögerte diesmal nicht; sie nutzten das Kapital, um nach dem Abgang ihres Schlüsselspielers Zeit zu gewinnen.
Doch Rodris Wechselwunsch ist der Höhepunkt des diesjährigen
Mittelfelddramas. Ein Jahr vor Vertragsende teilte er Manchester City persönlich
mit: „Ich möchte nach Spanien zurückkehren.“ Real Madrid und Barcelona gelten
als seine nächsten Transferziele. Im jüngsten Tauziehen hat Barcelona, dank
der guten Beziehung zwischen Pedri und Gavi, die Oberhand gewonnen und ist
bereit, die von Manchester City geforderten 60 Millionen Pfund zu zahlen. Real
Madrid hingegen ist aufgrund des geringeren Interesses des Spielers vorerst
außen vor. Die Strategie des Camp Nou ist klar: Ferran Torres verkaufen, um Geld
zu generieren und Gehaltskosten einzusparen, und den Ballon-d'Or-verdächtigen
defensiven Mittelfeldspieler in Flicks Mittelfeld integrieren. Man stelle sich
vor, Rodri tauscht sein hellblaues Trikot gegen das rot-blaue FC
Barcelona Fußballtrikots und steht an der Seite von Pedri – Gampers
Verstärkungsstrategie ist nachvollziehbar, es fehlt nur noch die Zustimmung von
Manchester City.
Real Madrid hat sich jedoch noch nicht ganz zurückgezogen; Das Team in Weiß lauert weiterhin im Hintergrund und ist bereit, den Spieler jederzeit abzuwerben, sollte Barcelonas Zahlungsvereinbarung scheitern. Am wahrscheinlichsten ist jedoch derzeit, dass Rodri das Trikot des FC Barcelona im Camp Nou hochhält, nicht das weiße des Bernabéu. Manchester City sicherte sich die nötigen Mittel, um sein junges Mittelfeld zu verstärken, Barcelona komplettierte den Titelgewinn, und Real Madrid schonte seine Kräfte für die Wintertransferperiode – jeder Verein verfolgt seine eigenen Ziele und wartet auf offizielle Bekanntgaben. Die Umstrukturierung des Mittelfelds in diesem Sommer wird für den Ausgang der neuen Saison in Liga und Champions League weitaus entscheidender sein als jeder Stürmertransfer.